Wenn es um Gottes Willen für unser Leben geht, habe ich herausgefunden, dass die meisten Leute nur versuchen herauszufinden, was sie heute tun sollen. Sie stellen Fragen wie “Wen soll ich heiraten?”, “Wo soll ich wohnen?”, “Welche Universität soll ich besuchen?“ und “welche Karriere sollte ich verfolgen?”. Natürlich wollen wir alle etwas Grosses leisten in unserem Leben, aber um ehrlich zu sein, sind es meistens diese Fragen, die am meisten in den Köpfen der Menschen lasteten.

Ich erinnere mich, als ich vor vielen Jahren eine Predigt über das Königreich Gottes beendet hatte und mich einer der Ältesten der Kirche ansprach. Anscheinend hielt er meine Botschaft für zu abstrakt. Er sagte: “Wissen Sie junger Mann, all diese hochmütigen Ideale sind ja wunderbar, aber die meisten Leute in der Kirche versuchen nur herauszufinden, wie sie ihre Rechnungen bezahlen und mit ihrem Ehepartner auskommen, ihre Kinder erziehen und bei der Arbeit eine gute Leistung erbringen können.”

Ich mochte es wirklich nicht, was er zu sagen hatte, aber nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht hatte, wurde mir klar, dass dieser Mann in vielerlei Hinsicht recht hatte. Ich denke, dass die meisten Christen wirklich über das Reich Gottes nachdenken, als ob es ein abstraktes religiöses Konzept sei. Man wird dann so ehrfürchtig, dass man es lieber seinem Pastor oder jemandem überlässt, der spiritueller ist als man selbst.

Es erinnert mich auch daran, was der berühmte Psychologe Abraham Maslow zu lehren pflegte. Er hat dieses Konzept einer Hierarchie der Bedürfnisse entwickelt, das er mit einer Pyramide illustriert hat. Du wirst feststellen, dass sie mehrere verschiedene Ebenen enthält. Am Ende der Pyramide wurde das Fundament durch die grundlegenden menschlichen Notwendigkeiten, die physiologischen Bedürfnisse, dargestellt. Dinge wie Sauerstoff, Essen und Schlaf.

Die Idee der Masslow Pyramide, ist darzustellen, dass die Bedürfnisse und Anliegen auf der Pyramide immer komplizierter werden, desto höher man hinaufsteigt. Sobald du die Grundbedürfnisse unten erfüllt hast, ziehst du in die zweite Schicht ein. Dort beginnst du damit, dich um Dinge wie die Sicherheit deines Körpers und deiner Finanzen zu kümmern. Dadurch kommst du in die dritte Schicht, wo du deinem Bedürfnis nach Liebe und die Zugehörigkeit zu einer Familie und anderen Beziehungen und so weiter, nachgehst.

Wenn du dann endlich den Gipfel der Pyramide erreicht hast, findest du hier deine höchsten Ideale. Maslow nannte dies den Ort der Selbstverwirklichung. Dort interessiert sich eine Person für Dinge wie Moral und Spiritualität und sogar für Kreativität. Dies ist sicherlich die Kategorie, in der Maslow etwas so spirituelles platziert hätte wie das Streben nach dem Reich Gottes.

Nun war es aber Maslows Meinung, dass man, um die Spitze der Pyramide zu erreichen, am unteren Rand zuerst die Grundbedürfnisse erfüllen musste. Mit anderen Worten, wenn eine Person kein Essen auf dem Tisch hätte, wäre sie nicht an etwas so Abstraktem wie dem Reich Gottes interessiert.

Zugegeben, dies scheint die intuitivste Lebenseinstellung zu sein, nicht wahr? “Konzentrieren wir uns also zuerst darauf, Essen auf den Tisch zu legen und die Rechnungen zu bezahlen, und dann können wir über etwas geistiges nachdenken, wie das Reich Gottes.”

Es scheint so praktisch, es scheint so verantwortlich, aber was Jesus gelehrt hat, ist eigentlich das genaue Gegenteil.

Schau dir an, was Jesus in Matthäus Kapitel 6 gesagt hat. Er sagte: „Mach dir keine Sorgen darüber, was du essen wirst, mach dir keine Sorgen darüber, was du anziehst, denn dein Vater im Himmel weiss, dass du diese Dinge brauchst und er wird sich um sie kümmern.“

Jesus sagte, dass wir zuerst nach dem Reich Gottes trachten sollten und uns all diese Dinge hinzugefügt werden. Was Jesus lehrte, war also das genaue Gegenteil von Maslows Hierarchie der Bedürfnisse. Jesus hat uns beigebracht, zuerst an der Spitze zu beginnen, und dann sagte er: Wenn du an diesem höchsten Punkt beginnst und das Reich Gottes an erste Stelle setzt, wird dir alles andere hinzugefügt.

Nun nimmt sich Jesus nicht die Zeit, uns genau zu sagen, was diese Dinge sind. Er nennt sie nur “all diese Dinge”. Körperliche, mentale und emotionale Bedürfnisse sind alle darin enthalten. Der Grund, dass dies für die meisten Menschen so uninteressant erscheint, ist, dass die dringenden Bedürfnisse des Lebens, Dinge wie Essen und Freunde und die Finanzen uns so nah sind. Wir fühlen sie jetzt, also erscheinen sie äusserst wichtig. Aber eigentlich ist das nur eine Illusion.

In Wirklichkeit sind all diese Dinge sehr klein, aber es ist eine Frage der Perspektive. Um all diese Dinge in ihre richtige Perspektive zu bringen, müssen wir einen Schritt zurückgehen und die Angelegenheit im Licht der Ewigkeit betrachten. Betrachtest du sie im Kontext des Reiches Gottes, wird dir plötzlich etwas klar.

Du vergleichst dann all diese Dinge mit dem Reich Gottes im Kontext der Ewigkeit, und erkennst, dass sie tatsächlich äusserst winzig und weit entfernt sind. Nun, da ich dies in die richtige Perspektive gebracht habe, kannst du wahrscheinlich nicht einmal die Wörter auf der Basis dieser Pyramide lesen. Lass mich es etwas näher rücken. Jesus hat uns gelehrt, zuerst das Reich Gottes zu suchen, weil Jesus eine ewige Perspektive hatte. Und wie wir gerade erfahren haben, macht deine Perspektive den Unterschied.

Wenn du also wissen willst, welchen Job Gott für dich bereit hält,
trachte nach seinem Königreich und du wirst deine Berufung finden.

Möchtest du wissen, wen heiraten sollst?
Such nach Gottes Königreich und du wirst deinen Ehepartner finden.

Möchtest du wissen, an welcher Universität du studieren sollst?
Suche nach Gottes Königreich und du landest in der richtigen Schule.

Möchten Sie wissen, wo du wohnen sollst?
Suche das Reich Gottes, mein Freund, und er wird dich an den richtigen geographischen Ort führen.

Mein Freund, hier ist das Endergebnis:

Verschwende dein Leben nicht damit, all diese Dinge zu suchen, suche zuerst das Reich Gottes, und für all deine Bedürfnisse wird gesorgt. Eine veränderte Perspektive macht einen grossen Unterschied, nicht wahr? Du siehst, was ich dir heute vermitteln möchte, ist: Wenn das Reich Gottes unsere Priorität ist, weil wir es wirklich im richtigen Kontext sehen, dann ist es offensichtlich, dass wir es zuerst suchen sollten.
 
Eine Person, die nicht zuerst das Reich Gottes sucht, weiss nicht, wie wichtig es ist und wie alles andere auf dieser Welt im Vergleich dazu blass wird.

Amen.

Daniel Kolenda, Evangelist

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